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Vier Pfoten und Pfotenhilfe rufen zu Sachlichkeit in Debatte um Katzenkastrationen auf

Vier Pfoten und die Pfotenhilfe richten einen dringenden Appell an die Politik und die betroffenen Interessensverbände, die Debatte um die seit dem 1. April 2016 geltende Pflicht zur Kastration von Katzen auf Bauernhöfen sachlich zu führen.

Der stellvertretende Landesparteiobmann der FPÖ Salzburg, Hermann Stöllner, hatte heute die Landesregierung dazu aufgefordert, nicht Katzen, sondern "Vergewaltiger und Kinderschänder" zu kastrieren.

„Zum einen ist es äußerst kontraproduktiv, Tierschutz gegen andere Bereiche der Politik und des öffentlichen Lebens auszuspielen“, sagt Indra Kley, Leiterin des Vier Pfoten Österreich Büros. „Zum anderen muss man in der Frage der Kastrationen einfach bei den Fakten bleiben. Emotionale Statements und persönliche Befindlichkeiten werden uns in der Diskussion nicht weiterbringen.“

Die Erfahrungen von Vier Pfoten und der Tierheim-Partnerorganisation Pfotenhilfe in Lochen/Salzburg, hätten eindeutig bewiesen, dass das Gesetz dringend notwendig war, so Kley. Dies bestätigt auch Johanna Stadler, Geschäftsführerin der Pfotenhilfe.

„Wir sind in unserer täglichen Arbeit ständig mit den negativen Folgen einer fehlenden Kastration konfrontiert. Eine Katze kann theoretisch bis zu drei Mal jährlich Junge bekommen. Zahlreiche dieser Katzenjungen landen letztendlich auch bei uns, oft in einem schlimmen gesundheitlichen Zustand, nicht zuletzt auch durch Seuchen oder Inzuchtschäden.“ Sehr oft werden die überschüssigen Jungtiere auch getötet, weil die Halterinnen und Halter nicht wissen, was sie mit ihnen machen sollen.

Die Kastrationspflicht auch für Katzen in bäuerlicher Haltung  ist eine langjährige Forderung von Vier Pfoten und der Pfotenhilfe, denn nur dadurch kann die Population streunender Katzen nachhaltig und auf humane Weise unter Kontrolle gebracht werden.

„Es ist wirklich nicht zu viel verlangt, den eigenen Katzen ein Leben ohne Qualen zu ermöglichen. Bei auftretenden Problemen, etwa, wenn ein Bauer/eine Bäuerin nicht sicher ist, ob die Katze ihm/ihr oder dem Nachbarhof gehört, appelliere ich an die Kommunikationsfähigkeiten der Beteiligten. Ich bin sicher, dass man bei gutem Willen zu einer Lösung kommen kann“, so Indra Kley abschließend.


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