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Sie sind hier: » Startseite» Österreich» Katzenmedizin» Schilddrüsenerkrankung

Wenn die Hormone verrücktspielen - unerkanntes Leid: Schilddrüsenüberfunktion bei der Katze

Die geliebte Katze verliert Gewicht? Und das trotz gesteigertem Appetit und großem Durst? Ist der Stubentiger außerdem deutlich nervöser und aggressiver als sonst, können das Anzeichen für eine Schilddrüsenüberfunktion sein.

Fakt ist: Circa 290.000 Katzen in Deutschland und etwa 60.000 Miezen in Österreich leiden darunter1. Nur ein Bruchteil der Tiere, weniger als 20 Prozent wird behandelt2: Bei den meisten Katzen wird die Stoffwechselerkrankung – im Fachjargon: Hyperthyreose – nicht erkannt.

Für die Fellnase bedeutet das häufig unnötiges Leid, für den Besitzer große Unsicherheit und im Extremfall den Verlust des geliebten Haustiers.

Die Schilddrüsenüberfunktion tritt bei Katzen vor allem ab dem 8. Lebensjahr auf. Spätestens dann sollten Katzenbesitzer bei ihrem Liebling regelmäßig die Schilddrüse vom Tierarzt untersuchen lassen.

Denn eine länger unentdeckte Schilddrüsenüberfunktion kann fatale Folgen haben, wie zum Beispiel Nierenfunktionsstörungen oder Herzversagen.

Risiko Schilddrüse: Auf diese Symptome müssen Katzenhalter achten

Die Schilddrüse produziert mal mehr mal weniger Schilddrüsenhormone – je nach Bedarf. In der Wachstumsphase oder bei Kälte zum Beispiel braucht der Stubentiger mehr Energie für den Stoffwechsel. Die Schilddrüse steigert also die Hormonproduktion.

Dadurch sind sämtliche Zellen im Körper der Katze stärker im Einsatz. Gerät dieser Prozess aus bestimmten Gründen außer Kontrolle, arbeitet der gesamte Organismus dauerhaft auf Hochtouren. Der Energiebedarf des Körpers steigt. Eine Folge: Die Mieze hat starken Hunger und sehr viel Durst. Weitere typische Symptome sind beispielsweise:

  • vermehrte Harnausscheidung
  • erhöhte Herzfrequenz
  • Atemprobleme
  • Erbrechen und/oder Durchfall
  • struppiges Fell

Da nicht zwingend alle Symptome auftreten, wird die Schilddrüsenüberfunktion häufig nicht sofort erkannt. Bei Verdacht sollten Katzenbesitzer ihren Liebling deshalb beim Tierarzt vorstellen. Den Verdacht bestätigt oft schon ein Tastbefund.

Wenn die Schilddrüse vergrößert ist, kann eine Funktionsstörung die Ursache sein. Mit einer Blutuntersuchung geht der Tierarzt auf Nummer sicher: Liegt das Hormon Thyroxin in erhöhter Konzentration im Blut vor, leidet die Katze an Schilddrüsenüberfunktion.

Meine Katze hat Schilddrüsenüberfunktion – was tun?

Hat der Tierarzt eine Schilddrüsenüberfunktion diagnostiziert, klärt er mit dem Katzenbesitzer die Therapiemöglichkeiten. Die Krankheit sollte so schnell wie möglich behandelt werden, sonst kann die geliebte Fellnase irreversible gesundheitliche Schäden davontragen. In manchen Fällen führt die Hyperthyreose sogar zum Tod.

Es gibt verschiedene Therapie-Ansätze, am häufigsten ist die medikamentöse Behandlung mit Tabletten. Die Erfolgsrate der medikamentösen Therapie liegt bei 85 bis 90 Prozent innerhalb von vier Wochen3. Allerdings muss die Katze die Schilddrüsentabletten normalerweise lebenslang einnehmen.

Die meisten Medikamente verlangen zweimal täglich eine Tablettengabe. Es gibt aber auch Tabletten, die nur einmal täglich verabreicht werden müssen. Der Vorteil: bessere Therapietreue – die Tabletten werden auch wirklich regelmäßig eingenommen.

Eine weitere Therapie-Option ist die Radiojod-Therapie. Diese Methode ist erfolgsversprechend aber auch umständlich und vergleichsweise teuer.

In seltenen Fällen wird auch die Schilddrüse chirurgisch entfernt, nämlich dann, wenn die Überfunktion die Folge eines bösartigen Tumorleidens ist.

Schilddrüsenüberfunktion – zunehmend ein Problem bei Katzen

Funktionsstörungen der Schilddrüse sind bei der Katze in erster Linie eine Alterserkrankung. Insgesamt lässt sich beobachten, dass die Anzahl der Katzen, die an Hyperthyreose erkranken, seit einigen Jahren zunimmt. Eine von 50 Katzen leidet unter Schilddrüsenüberfunktion.

Katzenbesitzer sollten mit ihrem Stubentiger den Tierarzt regelmäßig zum Gesundheits-Check aufsuchen. Die Kontrolle der Schilddrüse via Bluttest sollte dabei ab dem 8. Lebensjahr zur Routine werden.



  1. Köhler I, Ballhausen BD, Stockhaus C, Hartmann K, Wehner A, Tierärztliche Praxis Kleintiere, 3.2016 / Ohr R, Universität Göttingen (2014): Heimtierstudie „Wirtschaftsfaktor Heimtierhaltung“ zur wirtschaftlichen Bedeutung der Heimtierhaltung in Deutschland; 11,5 Millionen Katzen in Deutschland, 1,7 Millionen Katzen in Österreich
  2. Intervet, ein Unternehmen der MSD Tiergesundheit, Ergebnisse einer Praxisumfrage, April 2016
  3. Sabrina Mohrs und Prof. Dr. Reto Neiger, Justus-Liebig-Universität Gießen, “Hormone im Überfluss – Hyperthyreose der Katze“ in hundkatzepferd 05/12)



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